Erneuerung der Werkstatt im jüdischen Friedhof |
"Bestelle Dein
Haus denn Du wirst sterben..."
Jes. 38,1
Diese biblische Aussage am Eingangsportal des jüdischen
Friedhofes in Laupheim kann auch als Leitspruch für die Erhaltung dieses
besonderen Orts verstanden werden. Ernst Schäll, der Gründer der Gesellschaft
für Geschichte und Gedenken e.V., hatte es sich bis zu seinem Tod zur
Aufgabe gemacht, den Friedhof als Gedenkort zu pflegen und für die
Nachwelt zu erhalten. Diesem Vermächtnis wollte die GGG nachkommen
und beschloss deshalb im Jahre 2022, die dortige Werkstatt zu erneuern. Die Israelitische Religionsgemeinschaft
Württemberg (IRGW), übernahm als Grundstücksbesitzer des jüdischen
Friedhofes die formelle Bauherr-schaft des Projektes. Eine Vollmacht und
ein Kooperationsabkommen ermöglichten die Ausführung durch die GGG und
ihrem stellvertretenden Vorsitzenden Michael Schick als Bauleiter. Im
Sommer 2024 wurde mit dem Abriss der ehemaligen Werkstatt aus den 1980er
Jahren begonnen. Im Sommer 2025 konnte die neue Werkstatt fertiggestellt
werden. Eine Baustelle in einem jüdischen Friedhof
ist eine besondere Herausforderung. Die Würde der Verstorbenen und die
Achtung der Totenruhe haben dabei oberste Priorität. Deshalb wurden die
Baumaßnahmen und die dazugehörige Logistik mit äußerster Sorgfalt
ausgeführt. Dankenswerterweise ermöglichten großzügige
Spenden von Nachkommen der jüdischen Gemeinde, Unternehmern aus der
Region, Vereinen und Privatpersonen die gesamte Finanzierung des
Projektes. Die Gesellschaft für Geschichte und Gedenken e.V. verwaltete
treuhänderisch das Spendenkonto. Die zahlreichen Spender unterstrichen mit
ihrer großherzigen Unterstützung das Anliegen, der Nachwelt dieses
wertvolle Erbe der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Laupheim dauerhaft
in einem würdigen Zustand erhalten zu wollen. Laupheim, im Juli 2025 Michael Schick |
zur Dokumentation als PDF |
Bestehende Werkstatt (Doppelgarage Modell Rainzer) von 1982
Spendenkonto:
IBAN: DE89 6509 1040 0089 9880 00 BIC: GENODES1LEU